Schneewalzer und Sprint-Sensation am Rhein
350.000 Zuschauer - Deutscher Newcomer Wenzl bezwingt Favorit Lind im Sprint
Wahnsinn, diese Atmosphäre! Dadurch habe ich den Megakick bekommen. Mein erster Weltcup-Sieg wird mir immer im Gedächtnis bleiben? jubelte der deutsche
Newcomer Josef Wenzl, der in Düsseldorf am Samstag sein erstes Weltcup-Rennen gewann und damit das Gelbe Trikot des Gesamtweltcupführenden von Teamkollege
Tobias Angerer übernahm. Im Teamsprint am Sonntag machte ?Mr. Düsseldorf?, Peter Larsson, seinem Ruf als Seriensieger in Düsseldorf alle Ehre und fuhr mit seinem Teamkollegen Thobias Fredriksson den Sieg im Teamsprint ein. Bei den Damen stand ein schwedisches Team mit Charlotte Kalla und Britta Norgen ganz oben auf dem Treppchen. Pech hatte Tobias Angerer, der im Teamsprint im Zweikampf einen Ski verlor. Düsseldorf sah ein Wintersport-Spektakel der Extraklasse, einen zufriedenen Bundestrainer Jochen Behle und 350.000 Zuschauer an der Weltcup-Strecke, denen Tobias Angerer ein besonderes Kompliment machte: "Ich bin ein echter Fan dieser Stadt geworden und freue mich jedes Jahr, hier an den Start zu gehen. Großes Lob an die Piste: die Strecke war super präpariert. Alle Starter, auch die letzten, hatten gleich gute Bedingungen. Mir ist besonders aufgefallen, dass das Publikum an der Strecke immer fachkundiger wird. Es ist immer wieder toll, hier in Düsseldorf zu laufen". 150.000 Zuschauer am Samstag und 200.000 am Sonntag feuerten die Sportler an.
Claudia Künzel-Nystad, Siegerin des B-Finales und mit Platz sieben die beste Deutsche: "Düsseldorf, das ist und bleibt eines der bestorganisiertenWeltcuprennen in unserer Saison und es ist wunderbar, hier zu laufen. Die Organisation stimmt, der Schnee stimmt und die Stimmung ist jedes Jahr besser. Es ist rundherum perfekt."
Jochen Behle, Bundestrainer: "Wenn bei den Herren der Weltcup mit einem Sieg beginnt, dann muss man zufrieden sein. Was Sepp gezeigt hat, war sensationell. Am Sonntag hatten wir bei den Herren ein wenig Pech, dadurch dass Tobias Angerer einen Ski verloren hat, war eine Spitzenplatzierung schon weg. Bei den Damen haben wir uns im Rahmen dessen bewegt, was wir uns vorgenommen haben, wobei Platz sieben und acht im Einzel für Nicole Fessel und Claudia Künzel hervorragend waren. Beim Teamsprint haben heute die Wechsel ein paar Mal nicht gepasst. Die Zeit, die man hier verliert, holt man nicht mehr raus. Insgesamt wieder ein tolles Weltcup-Wochenende. Das ist eine Vorbild-Veranstaltung für den gesamten Weltcup: Organisation, Schnee, Strecke - das passt einfach. Das war wieder perfekt."
Jürg Capol, FIS Renndirektor Skilanglauf: "Es ist jedesmal eine Freude für mich, mit diesem hochmotivierten Organisationsteam zusammenzuarbeiten. Es gibt großes Interesse von Seiten der FIS zusammen mit dem nationalen Verband und dem Veranstalter den Weltcup auch im nächsten Jahr hier in Düsseldorf wieder durchzuführen. In sehr vielen Bereichen setzt Düsseldorf hohe Standards. Jetzt muss man nur noch gemeinsam das richtige Wochenende finden."
August Pollen, Chef des Weltcup-Organisationskomitee: "Wir sind überwältigt von der Resonanz der Zuschauer. Das sportlich faire Publikum in Düsseldorf hat nicht nur die Athleten, sondern auch uns als Veranstalter begeistert. Die Zuschauer haben mit den Füßen abgestimmt und den Düsseldorfer FIS Skilanglauf Weltcup wieder zum publikumsstärksten Weltcup gemacht."
Oberbürgermeister Joachim Erwin: "Über 350.000 begeisterte Zuschauer in Düsseldorf waren beste Werbung für den Skisprint. Ich bin sicher, dass heute wieder viele Besucher die Gelegenheit genutzt haben, Düsseldorf von seiner attraktivsten Winterseite zu erleben. Düsseldorf hat sich auch bei der sechsten Auflage des Weltcups der Skisprinter als Wintersport-Metropole in Topform präsentierte, und fügt hinzu: "Ich bin zuversichtlich, dass es eine Neuauflage geben wird."
Die Organisatoren planen bereits für den Weltcup 2008. allrounder Geschäftsführer Johannes Janz: "Wir wollen auch nächstes Jahr den Weltcup wieder nach Düsseldorf holen. Der Termin kann wieder Ende Oktober oder auch später im Winter liegen. Als Veranstalter haben wir in den letzten Jahren bewiesen, dass wir bei allen Wetterbedingungen einen regelgerechten Weltcup sicher stellen können. Wer die Stimmung unter den 350.000 Zuschauern an der Strecke erlebt hat, der weiß: Der Weltcup ist in Düsseldorf genau richtig".
Alfons Hörmann, DSV-Präsident: "Düsseldorf war auch wieder eine tolle Werbung für den LanglaufSport. Nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Die Qualität der Veranstaltung steht. Jetzt müssen wir für das nächste Jahr mit allen Verantwortlichen, unseren Partnern und den Medienvertretern besprechen, ob wir die Rennen in Düsseldorf in Zukunft vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt im Winter durchführen."
Besonders freute sich Matthias Birkenholz, Präsident des westdeutschen Skiverbandes: "Etwas Schöneres konnte uns nicht passieren: Zum 100sten Jubiläum des wsv und zur Weltcup-Eröffnung erstmals mit Josef Wenzl einen Deutschen als Sieger des Einzelsprints in Düsseldorf zu sehen. Ich bin sehr stolz und zufrieden über die Zusammenarbeit mit allrounder und der Stadt Düsseldorf. Die Organisation des Weltcups liegt bei allrounder in der Skihalle Neuss in den besten Händen. Diese optimalen Bedingungen ermöglichen auch einen erfolgreichen Weltcup in Düsseldorf 2008."
Dr. Ingo Wolf, Innen- und Sportminister des Landes NRW: "Eine tolle Atmosphäre. Hier ist eine unglaubliche Feststimmung. Es ist nochmal schöner als im letzten Jahr. Ein tolles Event."
DSV Athleten überraschen – "Wenzl hat Blut geleckt"
Mit einem hatte in Düsseldorf niemand gerechnet: Der deutsche Newcomer Josef Wenzl setzte sich in einem spannenden und taktisch starken Sprintrennen gegen den Favoriten Björn Lind durch und gewann erstmals ein Weltcup-Rennen. Für Bundestrainer Jochen Behle war der Auftakt in Düsseldorf ein absolutes Highlight: "Josef hat 2006 Blut geleckt. Er ist hier auch taktisch gut gelaufen: Er hat die Konkurrenz schon im Prolog geschockt und die Anweisungen komplett umgesetzt. Er ist ein riesen Talent und hat jedes Rennen von vorne weg bestimmt".
Claudia Künzel-Nystad und Nicole Fessel platzierten sich im Einzelsprint der Damen im Mittelfeld (Platz 7 und 8). Bei den Herren konnte sich Tobias Angerer im Einzel einen Platz in den Top 10 sichern. Düsseldorf ist nicht nur im Weltcup-Kalender der FIS ein fester Termin, sondern offenbar auch im Sieg-Kalender von Peter Larsson, der nach vier Einzelsiegen und einem Sieg im Teamsprint, auch in diesem Jahr im Teamsprint wieder siegte, im Einzel aber im Viertelfinale ausschied.
Älpler-Käsemaccaroni, Iglu-Dorf, Kinder-Skipiste und ARAG Rodelbahn
In den drei großen runden weißen Iglu-Zelten des Schweiz Dorf ließen sich die großen Besucher des Snow Events alpine Köstlichkeiten schmecken, währenddessen nebenan die kleinen Besucher auf der Kinderskipiste die ersten Ski-Versuche machen konnten. Die Attraktionen ließen keine Wünsche offen: Der große Milka-Erlebnistruck, der Blick von oben auf die Strecke mit den ?Milka-Flywings? und die ARAG-Rodelbahn boten für Familien viel zum Angucken und Ausprobieren. Fetzig ging es auf dem Burgplatz zu, als die Schweizer Band ChueLee, Schlagerstar NIC und Guildo Horn & Die Orthopädischen Strümpfe auf der Hauptbühne standen. Auf der Weltcup-Party am Samstag ging der Aprés-Ski weiter. Doch auch hier wurde an den Ski-Sport gedacht: Die Kanadierin Chandra Crawford, Sprint-Olympiasiegerin Turin 2006, nutzte ganz spontan die Gelegenheit und zeigte in der Neusser Skihalle ihre Qualität auf Alpin-Ski.
Nachwuchsrennen auf der Weltcup-Strecke
Höhepunkt für den Nachwuchs war der Bjoern Daehlie Kids Run powered by Odlo & ARAG am Samstag. Direkt nach den Weltcup-Profis wechselten 150 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland vom Zuschauerbereich auf die Rennstrecke. Der Initiator des Kids Run, Björn Daehlie, mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger: "Ich würde daraus gerne eine Tradition machen, dass wir nach den Weltcup-Rennen immer mit den Kindern auf die Strecke gehen. Es ist wichtig, an die Zukunft zu denken: Diese Kinder könnten künftige Olympia-Gewinner sein".
Wirklich gut: Die Umweltbilanz
Auch bei der Umwelt stimmt die Bilanz: Der Stromverbrauch für die gesamte Veranstaltung lag im üblichen Bereich einer Großveranstaltung. Umgerechnet auf die Besucherzahl entspricht der Stromverbrauch pro Besucher beim Weltcup in Düsseldorf mit knapp 0,5 kw/h etwa dem Stromverbrauch pro Besucher bei einem Konzert in einem (Fußball)-Stadion. Auch der Energieverbrauch pro Besucher bei einem Fußball-Bundesligaspiel dürfte vergleichbar sein. Die relativ geringe Schneemenge von 3000 Kubikmetern Schnee, die für die rund 800 Meter lange Strecke benötigt wird, bedarf aufgrund seiner feinen Struktur und dem richtigen Know-How bei der Präparierung keiner weiteren Kühlung vor Ort. Als zusätzliche Verbesserung fahren die fünf LKW für den Transport des Schnees mit Biokraftstoff (Biodiesel) den 16 Kilometer kurzen Weg von Neuss nach Düsseldorf.
Einfach Rheinschneien: Freier Eintritt dank Sponsoren
Auch 2007 ist es gelungen, allen Besuchern freien Eintritt zu ermöglichen. Für die Veranstalter allrounder (JEVER SKIHALLE Neuss), Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH und westdeutscher skiverband e.v. dankte allrounder Geschäftsführer Johannes Janz allen Partnern und Sponsoren: "Sie haben an diesem Erfolg einen großen Anteil. Unsere Partner und Sponsoren helfen uns nicht nur, den kostenlosen Eintritt für die Zuschauer zu sichern, sondern tragen mit attraktiven Programmpunkten wie zu diesem gelungenen Weltcup bei." Neuer touristischer Partner 2007 war Schweiz Tourismus, der sich ganz modern präsentierte. Hauptsponsoren waren ARAG, Audi und INTERSPORT. Auch die allrounder-Unternehmensgruppe förderte als Hauptsponsor wieder das Ski-Event. Co-Sponsoren waren Milka, E.ON-Ruhrgas, ODLO, PCC, ISS und Europcar.
Internationale Zusammenarbeit
Auch zahlreiche Organisationskomitees anderer internationaler Weltcup-Orte schneiten in Düsseldorf vorbei. OK-Chef August Pollen: "Ich habe mit den Organisatoren der Weltcups aus Stockholm und Prag gesprochen. Es macht Spaß, mit anderen Weltcup-Organisatoren Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam dazu beizutragen, den Skisport und den Weltcup noch attraktiver für Zuschauer zu machen."













